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	<title>MARTIN KAULE</title>
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	<description>Raus in die Welt. Ab ins Abenteuer.</description>
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		<title>Fotoreisen zu den faszinierendsten Lost Places</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 09:03:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Fotoreisen zu den faszinierendsten Lost Places Faszination Lost Places! Verlassene Orte strahlen oft eine geheimnisvolle und abenteuerliche Atmosphäre aus. Die Vorstellung, vergessene Gebäude oder verlassene Städte zu erkunden, weckt Abenteuerlust und Neugier. Darüber hinaus sind Lost Places oft Zeugen vergangener Epochen und erzählen Geschichten aus vergangenen Zeiten. Die Erkundung solcher Orte ermöglicht es Abenteurern, in...]]></description>
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									<div class="wpb_text_column wpb_content_element"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column wpb_content_element"><div class="wpb_wrapper"><p><strong>Faszination Lost Places!</strong> Verlassene Orte strahlen oft eine geheimnisvolle und abenteuerliche Atmosphäre aus. Die Vorstellung, vergessene Gebäude oder verlassene Städte zu erkunden, weckt Abenteuerlust und Neugier. Darüber hinaus sind Lost Places oft Zeugen vergangener Epochen und erzählen Geschichten aus vergangenen Zeiten. Die Erkundung solcher Orte ermöglicht es Abenteurern, in die Geschichte einzutauchen und eine Verbindung zu vergangenen Ereignissen und Lebensweisen herzustellen. Aber auch für <strong>Fotografen</strong> bieten verlassene Orte oft einzigartige und <strong>faszinierende Motive</strong>. Die visuelle Darstellung von urbanem Verfall, verlassenen Gebäuden und überwucherten Strukturen kann künstlerisch reizvoll sein. Urbex steht für <strong>Urban Exploration</strong>, eine Community, die sich der Erforschung verlassener Orte widmet. Urbex-Enthusiasten finden Freude daran, neue Orte zu entdecken, Geheimnisse zu lüften und ihre Erfahrungen mit Gleichgesinnten zu teilen. Die Tatsache, dass Orte, die einst belebt waren, heute verlassen und verfallen sind, zeigt die Vergänglichkeit der Dinge. Dies kann zu philosophischen Überlegungen über den Wandel und das Wesen der Zeit führen.</p><p>Seit mehr als 20 Jahren organisieren wir Exkursionen und Reisen zu den faszinierenden Orten. Die spektakulärsten Lost Places sind unserer Meinung:</p></div></div></div></div>								</div>
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									<p><br /><strong>Geisterstadt Pyramiden</strong><br /><strong>Land: Norwegen</strong><br /><strong>GPS: 78°39’20.0″N 16°18’36.6″E</strong></p><p>Pyramiden auf Spitzbergen ist eine faszinierende Geisterstadt im arktischen Archipel Svalbard, etwa 1.200 Kilometer vom Nordpol entfernt. Ursprünglich als Bergbausiedlung im Jahr 1927 gegründet, entwickelte sie sich zu einem wichtigen Zentrum für Kohleabbau auf Spitzbergen. Der Ort erhielt seinen Namen von einem markanten, pyramidenförmigen Berg in der Nähe.</p><p>In den 1990er Jahren, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Rückgang der globalen Kohlenachfrage, wurde die Bergbaustadt aufgegeben. Was übrig blieb, war eine beeindruckende Geisterstadt, die heute von Entdeckern und Fotografen als faszinierendes Ziel angesehen wird.</p><p>Pyramiden bietet eine Mischung aus sowjetischer Architektur und arktischer Landschaft. Die verlassenen Wohngebäude, Schulen, und Kulturzentren stehen im Kontrast zu der majestätischen, aber rauen Umgebung. Die Arktis selbst spielt eine zentrale Rolle in der Atmosphäre, da Eis und Schnee die Überreste der Zivilisation überdecken.</p><p>Die Einrichtungen, die einst das tägliche Leben unterstützten, liegen nun verlassen und zeugen von einer vergangenen Ära. Das verlassene Theater, das Krankenhaus und die Bergbaueinrichtungen sind stille Zeugen der einstigen Aktivität. Verlassene sowjetische Relikte, wie Hammer und Sichel, verstärken die Zeitreise in die Vergangenheit.</p><p>Fotografen schätzen Pyramiden für die einzigartige Möglichkeit, den Kontrast zwischen menschlichem Eingriff und unberührter Natur einzufangen. Die Spielerei von Licht und Schatten in den leeren Gassen und verlassenen Gebäuden verleiht den Bildern eine surreale Atmosphäre.</p><p>Trotz seiner Abgelegenheit zieht Pyramiden regelmäßig Abenteurer an, die die Herausforderungen der Arktis suchen. Die strengen Umweltauflagen und die Notwendigkeit, die gefährliche Tierwelt zu respektieren, machen die Erkundung zu einem Abenteuer mit vielen Vorsichtsmaßnahmen.</p><p>Pyramiden bleibt ein Symbol für die Vergänglichkeit menschlicher Bestrebungen in extremen Umgebungen. Die Faszination für diese Geisterstadt liegt nicht nur in ihrer architektonischen Überreste, sondern auch in der Reflexion über den Einfluss des Menschen auf entlegene Orte und die Natur selbst.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Geisterstadt Kolmannskuppe</strong><br /><strong>Land: Nambia</strong><br /><strong>GPS: 26°42’12.3″S 15°13’52.2″E</strong></p><p>Kolmannskuppe, eine ehemalige Diamantenbergbausiedlung in der Namib-Wüste, ist eine beeindruckende Geisterstadt, die heute als Touristenattraktion bekannt ist. Gegründet von deutschen Kolonialisten im frühen 20. Jahrhundert, erlebte die Stadt in den 1910er Jahren einen Diamantenrausch, der zu einem raschen Aufstieg führte.</p><p>Die Architektur von Kolmannskuppe spiegelt den deutschen Einfluss wider, mit Fachwerkhäusern und Villen im Kolonialstil. Die Stadt verfügte über ein Krankenhaus, ein Kasino, eine Schule und sogar ein eigenes Kraftwerk. Doch der Diamantenabbau ging in den 1930er Jahren zurück, und die Bewohner verließen die Stadt nach und nach.</p><p>Heute ist Kolmannskuppe eine surreal anmutende Geisterstadt, teilweise von Sanddünen verschluckt. Das Wüstenklima hat dazu beigetragen, dass Sand in die verlassenen Gebäude eindrang, was zu einer eindrucksvollen Szenerie von verlassenen Straßen und begrabenem Interieur führte.</p><p>Fotografen schätzen die einzigartigen Motive, die Kolmannskuppe bietet. Das Spiel von Licht und Schatten in den sandgefüllten Räumen erzeugt faszinierende Kontraste. Verlassene Klaviere, verstaubte Möbel und von der Sonne durchflutete Fenster schaffen eine zeitlose Atmosphäre.</p><p>Die Stadt wird heute von der Namibian Diamond Corporation verwaltet, die den Erhalt der historischen Stätte unterstützt. Touristen können an geführten Touren teilnehmen und die Geschichten der Vergangenheit erfahren. Der Kontrast zwischen dem einstigen Wohlstand und der aktuellen Verlassenheit vermittelt ein tiefes Verständnis für den Lauf der Geschichte.</p><p>Kolmannskuppe ist nicht nur ein Ort der visuellen Faszination, sondern auch ein Fenster in die Vergangenheit Namibias und den Diamantenboom, der die Region prägte. Die Verbindung von menschlichem Streben und der rauen Umgebung der Namib-Wüste macht diesen Lost Place zu einem einzigartigen Reiseziel und einem faszinierenden Gegenstand der künstlerischen Dokumentation.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Insel Sazan</strong><br /><strong>Land: Albanien</strong><br /><strong>GPS: 40°30’09.1″N 19°16’53.9″E</strong></p><p>Die Insel Sazan, vor der albanischen Küste gelegen, ist ein faszinierendes Terrain, das eine vielschichtige Geschichte und eine einzigartige Naturkulisse vereint. Die strategische Lage der Insel hat zu verschiedenen Zeiten die Aufmerksamkeit von Mächten wie dem Osmanischen Reich, Italien und der Sowjetunion auf sich gezogen. Im Laufe der Jahre wurde Sazan militärisch genutzt und war während des Kalten Krieges eine abgeschottete Militärbasis.</p><p>Die Architektur der Insel ist von historischen Ereignissen geprägt. Bunker, Kasernen und militärische Einrichtungen erstrecken sich über die Insel, und viele dieser Strukturen sind heute verlassen und zeugen von einer Zeit der Unsicherheit und geopolitischer Spannungen.</p><p>Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Albanien begann die Insel, sich für die Öffentlichkeit zu öffnen. Die militärischen Anlagen wurden größtenteils aufgegeben, und Sazan eröffnete sich als faszinierendes Reiseziel für Geschichtsinteressierte und Abenteurer. Die Überreste der Bunker, kombiniert mit der malerischen Mittelmeerlandschaft, machen Sazan zu einem einzigartigen Ort.</p><p>Fotografen schätzen die ästhetische Anziehungskraft der verlassenen Militärgebäude, die von der umgebenden Natur überwuchert werden. Die Bunker, oft mit beeindruckenden Wandmalereien aus der kommunistischen Ära geschmückt, bieten faszinierende Motive, die einen Einblick in die Geschichte der Insel und Albaniens geben.</p><p>Sazan dient heute auch als Naturschutzgebiet. Die Insel beherbergt eine reiche Flora und Fauna, darunter seltene Vogelarten und endemische Pflanzen. Der Kontrast zwischen der militärischen Vergangenheit und der natürlichen Schönheit macht Sazan zu einem Ort, der sowohl historisch als auch ökologisch bedeutsam ist.</p><p>Die Erhaltung der Insel als historisches und ökologisches Erbe ist von großer Bedeutung. Initiativen zur Restaurierung und zum Schutz der militärischen Überreste sowie zur Förderung des Naturtourismus tragen dazu bei, Sazan als ein einzigartiges und nachhaltiges Reiseziel zu etablieren. Besucher haben die Möglichkeit, die Geschichte der Insel zu erkunden, die einst für militärische Geheimnisse stand, während sie gleichzeitig die natürliche Pracht des Mittelmeers erleben können.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Geisterinsel Goli Otok</strong><br /><strong>Land: Kroatien</strong><br /><strong>GPS: 44°50’26.4″N 14°48’18.9″E</strong></p><p>Goli Otok, übersetzt „Nackte Insel“, ist eine Insel vor der kroatischen Küste, die eine dunkle und faszinierende Geschichte hat. Ursprünglich als militärisches Gefängnis genutzt, wurde Goli Otok in den 1940er Jahren unter dem kommunistischen Regime Jugoslawiens zu einem Arbeitslager und politischen Gefängnis umfunktioniert.</p><p>Während der Herrschaft von Josip Broz Tito wurden auf Goli Otok politische Dissidenten, vermeintliche Feinde des Staates und Menschen, die als ideologische Abweichler betrachtet wurden, inhaftiert. Die Bedingungen auf der Insel waren extrem hart, und die Häftlinge waren physischen und psychischen Misshandlungen ausgesetzt. Das Lager hatte den Ruf, eines der strengsten politischen Gefängnisse im ehemaligen Jugoslawien zu sein.</p><p>Die Architektur der Insel spiegelt den repressiven Charakter des Lagers wider. Es gibt Überreste von Gefängniszellen, Wachtürmen und anderen Strukturen, die die einstige Unterdrückung veranschaulichen. Die Isolation auf Goli Otok verstärkte die Schwere der Haftbedingungen, da die Insel von rauer See umgeben ist.</p><p>Nach Titos Tod im Jahr 1980 wurde Goli Otok geschlossen, und die Insel wurde wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. In den letzten Jahren hat die kroatische Regierung Maßnahmen ergriffen, um die Insel als Gedenkstätte zu erhalten und die Geschichte des politischen Gefängnisses zu dokumentieren.</p><p>Die Faszination für Goli Otok liegt in der düsteren Vergangenheit, die sie repräsentiert. Fotografen und Geschichtsinteressierte zieht es zu diesem Lost Place, um die Überreste der Unterdrückung zu dokumentieren und die Geschichten derjenigen zu ehren, die unter den politischen Repressionen von Goli Otok gelitten haben.</p><p>Die Insel ist heute ein Symbol für die autoritäre Vergangenheit Jugoslawiens und ein Mahnmal gegen politische Repression. Die Erkundung von Goli Otok ist nicht nur eine Reise in die Geschichte der Region, sondern auch eine Gelegenheit, über die Bedeutung von Freiheit, Menschenrechten und den Schutz vor politischer Unterdrückung nachzudenken.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Geisterstadt Qullissat</strong><br /><strong>Land: Grönland</strong><br /><strong>GPS: 70°05’08.1″N 53°00’42.6″W</strong></p><p>Qullissat, eine Geisterstadt in Grönland, erzählt eine faszinierende Geschichte von industriellen Ambitionen und dem Einfluss des Wandels auf abgelegene Gemeinschaften. Gegründet in den 1920er Jahren als Bergbausiedlung, spielte Qullissat eine wichtige Rolle in der Förderung von Kryolith, einem mineralischen Rohstoff. Die Stadt blühte, zog Arbeiter aus verschiedenen Teilen Grönlands an und entwickelte sich zu einem zentralen Punkt wirtschaftlicher Aktivität.</p><p>Die Architektur von Qullissat spiegelt den Einfluss der dänischen Kolonialherrschaft wider, mit traditionellen Häusern und industriellen Gebäuden, die sich entlang der beeindruckenden Küste erstrecken. Die Stadt blühte bis in die 1960er Jahre, als die Nachfrage nach Kryolith abnahm und die Wirtschaftsgrundlage der Stadt zusammenbrach.</p><p>Der Niedergang von Qullissat führte dazu, dass die Bewohner die Stadt verließen, und heute bleibt nur eine verlassene Siedlung, von der Natur und dem arktischen Klima geprägt. Die Gebäude sind leere Hüllen, von der Zeit und den Elementen gezeichnet. Die verlassenen Fabriken, Wohnhäuser und Infrastruktur vermitteln ein Gefühl der Verlassenheit, das die einstige Blütezeit stark kontrastiert.</p><p>Fotografen und Entdecker zieht es zu Qullissat, um die visuelle Geschichte dieses verlassenen Ortes einzufangen. Die Kombination aus industriellen Ruinen und der atemberaubenden arktischen Landschaft bietet einzigartige fotografische Möglichkeiten. Die verlassenen Fabriken und Wohngebäude, die von Schnee und Eis umgeben sind, schaffen eine ästhetische Kulisse, die den Kontrast zwischen Mensch und Natur unterstreicht.</p><p>Die Geschichte von Qullissat reflektiert die Herausforderungen, denen abgelegene Gemeinschaften gegenüberstehen, wenn sich wirtschaftliche und industrielle Dynamiken ändern. Die Stadt wird zu einem Symbol für den Wandel und die Vergänglichkeit menschlicher Unternehmungen in extremen Umgebungen. Gleichzeitig verdeutlicht sie die Anpassungsfähigkeit der Natur, die allmählich die Überreste der menschlichen Aktivitäten zurückerobert.</p><p>Die Erhaltung von Qullissat als historisches Erbe ist entscheidend, um die Geschichte Grönlands und die Auswirkungen des industriellen Wandels zu bewahren. Der Besuch dieser Geisterstadt ermöglicht nicht nur einen Einblick in die Vergangenheit, sondern regt auch dazu an, über die Zukunft abgelegener Gemeinschaften und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen nachzudenken.</p>								</div>
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									<p>Kennst du andere spannende Orte, die ähnlich sind? Dann schreibe mir gern eine <a href="https://www.martin-kaule.de/kontakt/">Nachricht</a> oder hinterlasse einen Kommentar.</p>								</div>
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		<title>Geheimnisvolle Inseln in Europa</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 09:34:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Geheimnisvolle Inseln in Europa Verlassene Inseln mit ihren verfallenen Gebäuden üben eine faszinierende Anziehungskraft aus, die eine Mischung aus Abenteuerlust, Geheimnis und melancholischer Schönheit verkörpert. Diese vergessenen Inseln, von der Zivilisation aufgegeben und von der Natur zurückerobert, erzählen stumme Geschichten vergangener Zeiten. Die Ruinen vermitteln das Gefühl, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Verlassene...]]></description>
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									<div class="wpb_text_column wpb_content_element"><div class="wpb_wrapper"><p>Verlassene Inseln mit ihren verfallenen Gebäuden üben eine faszinierende Anziehungskraft aus, die eine Mischung aus Abenteuerlust, Geheimnis und melancholischer Schönheit verkörpert. Diese vergessenen Inseln, von der Zivilisation aufgegeben und von der Natur zurückerobert, erzählen stumme Geschichten vergangener Zeiten.</p><p>Die Ruinen vermitteln das Gefühl, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Verlassene Gebäude, einst lebendige Zeugen menschlichen Lebens, sind nun von der Natur überwuchert. Die Inseln selbst tragen Spuren der Isolation, die ein Gefühl der Einsamkeit und des Verlusts hervorrufen. Der Anblick von verlassenen Häusern, leeren Straßen und verrosteten Relikten aus vergangenen Tagen weckt die Neugier und regt die Fantasie an.</p><p>Die Faszination liegt auch in der Möglichkeit, diese Orte zu erkunden und ihre Geschichten zu entschlüsseln. Jedes verlassene Gebäude birgt Geheimnisse, jede Insel erzählt ihre eigene Geschichte. Die Vorstellung, dass hier einst Leben pulsierte, Menschen arbeiteten, lachten und vielleicht sogar Träume verfolgten, verstärkt die emotionale Bindung zu diesen vergessenen Orten.</p><p>Die Natur trägt zur besonderen Atmosphäre bei, wenn sie sich die baulichen Hinterlassenschaften zurückholt. Verwachsene Pfade, von Moos überwucherte Mauern und der Klang des Windes, der durch leere Fenster weht, schaffen eine surreale Atmosphäre. Fotografen, Abenteurer und Geschichtsinteressierte werden von der einzigartigen Ästhetik dieser verlassenen Inseln angezogen.</p><p>Letztlich ist die Faszination für verlassene Inseln und ihre Gebäude ein Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, von Mensch und Natur. Diese Orte sind nicht nur stille Zeugen vergangener Tage, sondern auch Symbole für die Unausweichlichkeit des Wandels und die Kräfte der Zeit, die alles formen und verändern.</p><p>Seit mehr als 20 Jahren organisieren wir Exkursionen und Reisen zu den faszinierenden Orten. Die spektakulärsten Geisterinseln sind unserer Meinung:</p></div></div>								</div>
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									<p><br /><strong>Insel Sazan</strong><br /><strong>Land: Albanien</strong><br /><strong>GPS: 40°30’09.7″N 19°16’53.9″E</strong></p><p>Die Insel Sazan, vor der Küste von Vlora in Albanien, erweist sich als wahrer Geheimtipp für Fotografen, die auf der Suche nach einzigartigen Motiven sind. Diese kleine Insel, die lange Zeit militärisches Sperrgebiet war, öffnet nun ihre Tore und enthüllt eine faszinierende Mischung aus geschichtsträchtiger Vergangenheit und unberührter Schönheit.</p><p>Sazan, auch bekannt als Saseno, war einst ein strategisch wichtiger Punkt in der Adria und zeugt von zahlreichen historischen Epochen. Die Überreste von Bunkern, Festungen und Militärgebäuden erzählen von der wechselvollen Geschichte der Insel. Fotografen haben die einzigartige Möglichkeit, diese beeindruckenden Relikte festzuhalten, die durch die Elemente gezeichnet und von der Natur teilweise zurückerobert wurden.</p><p>Die Küstenlinie von Sazan, mit ihren versteckten Buchten und azurblauen Gewässern, bietet atemberaubende Panoramen für Fotografen, die das Spiel von Licht und Schatten einfangen wollen. Die unberührte Natur und die Artenvielfalt der Region machen Sazan zu einem einzigartigen Fotografie-Paradies. Von den steinigen Pfaden, die von wilden Blumen gesäumt sind, bis hin zu den historischen Gebäuden, die majestätisch über dem Meer aufragen, gibt es zahlreiche Motive, die die Kreativität der Fotografen herausfordern.</p><p>Der Charme von Sazan liegt nicht nur in der Vielfalt der Fotomotive, sondern auch in der Tatsache, dass die Insel bisher wenig touristisch erschlossen ist. Dies verleiht den Aufnahmen eine besondere Authentizität und Ruhe, fernab vom Trubel überlaufener Touristenziele.</p><p>Insgesamt ist die Insel Sazan vor Vlora ein wahres Juwel für Fotografen, die auf der Suche nach einem einzigartigen und unentdeckten Ort sind. Die Verbindung aus historischem Erbe, unberührter Natur und einer Prise Abgeschiedenheit macht Sazan zu einem unvergesslichen Ort für diejenigen, die ihre fotografische Leidenschaft mit Entdeckung und Abenteuer verbinden möchten.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Die Insel der Minen / Naissaar</strong><br /><strong>Land: Estland</strong><br /><strong>GPS: 59°33’30.1″N 24°32’59.7″E</strong></p><p>Die Insel Naissaar, vor der Küste Estlands in der nördlichen Ostsee gelegen, birgt eine faszinierende Mischung aus unberührter Natur und historischen Überresten, insbesondere verlassenen Bunkern und Festungen. Diese Insel, auch als Nargen bekannt, hat eine bewegte Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.</p><p>Die unberührte Natur von Naissaar ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Fotografen. Die Insel ist von dichten Wäldern, malerischen Küstenlinien und weitläufigen Wiesen geprägt. Eine Vielzahl von Vogelarten hat hier ihr Zuhause gefunden, und im Frühling erblüht die Insel in einer bunten Vielfalt von Wildblumen. Wanderwege durchziehen die Landschaft, die zu Erkundungstouren einladen und dabei atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Inseln bieten.</p><p>Was Naissaar jedoch besonders einzigartig macht, sind die Überreste der militärischen Vergangenheit. Die Insel war strategisch wichtig und beherbergt eine Reihe von verlassenen Bunkern und Festungen, die während des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie während der Zeit der Sowjetunion errichtet wurden. Diese Relikte erzählen stumme Geschichten von vergangenen Konflikten und geopolitischen Veränderungen.</p><p>Die verlassenen Bunker und Festungen, von der Natur überwuchert, verleihen Naissaar eine gespenstische Atmosphäre. Fotografen können hier einzigartige Aufnahmen von den rostigen Überresten der militärischen Anlagen machen, die in starkem Kontrast zur umgebenden Schönheit der Natur stehen. Das Spiel von Licht und Schatten in den dunklen Gängen und verlassenen Räumen schafft eine surreale Kulisse, die die Vorstellungskraft anregt.</p><p>Die Insel Naissaar ist somit nicht nur ein Naturparadies, sondern auch ein geschichtsträchtiger Ort, der durch die Kombination von unberührter Landschaft und verlassenen militärischen Anlagen eine einzigartige Anziehungskraft entfaltet. Die Erkundung dieser Insel bietet nicht nur eine Reise in die Natur, sondern auch eine Zeitreise durch die wechselhafte Geschichte Estlands.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Geisterinsel Poveglia </strong><br /><strong>Land: Italien</strong><br /><strong>GPS: 45°22’50.4″N 12°19’51.3″E</strong></p><p>Die Geisterinsel Poveglia, gelegen in der Lagune von Venedig, ist ein Ort von düsterer Historie und legendärer Mystik. Diese kleine Insel, die in der venezianischen Lagune zwischen Lido und Giudecca liegt, war im Laufe der Jahrhunderte Schauplatz für verschiedene Zwecke, von einem Quarantäneort für Pestkranke bis hin zu einem psychiatrischen Krankenhaus.</p><p>Die düstere Vergangenheit von Poveglia begann im 18. Jahrhundert, als die Insel als Quarantänestation für die Pestopfer genutzt wurde. Berichten zufolge wurden die Verstorbenen in Massengräbern begraben, was den Boden der Insel mit einer Atmosphäre des Unheils und der Verlassenheit belastet. Später, im 20. Jahrhundert, wurde Poveglia zu einem psychiatrischen Krankenhaus umgewandelt, in dem grausame Behandlungsmethoden stattfanden.</p><p>Heute ist Poveglia für die Öffentlichkeit gesperrt, doch die Insel übt eine morbide Faszination aus. Die verlassenen Gebäude, darunter das verfallene Krankenhaus und der alte Glockenturm, erwecken den Eindruck, als ob die Geister der Vergangenheit noch immer in den schattigen Gängen und düsteren Räumen umherwandern.</p><p>Die Legenden und Geschichten über paranormale Aktivitäten haben Poveglia den Ruf einer Geisterinsel eingebracht. Mutige Abenteurer und Forscher versuchen, das Mysterium der Insel zu ergründen, während die Atmosphäre der verlassenen Gebäude und die düstere Kulisse der Lagune eine beunruhigende Aura schaffen.</p><p>Poveglia bleibt somit nicht nur ein Ort von historischer Bedeutung, sondern auch ein Symbol für das Unbekannte und Übernatürliche. Die Geisterinsel fesselt die Vorstellungskraft und lockt jene an, die sich der Herausforderung stellen, die Geheimnisse und die düstere Vergangenheit dieses unheimlichen Ortes zu erkunden.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Festungsinseln Middelgrundsfortet und Flakfortet</strong><br /><strong>Land: Dänemark</strong><br /><strong>GPS: 55°43’12.7″N 12°39’54.9″E &amp; 55°42’12.4″N 12°43’52.1″E</strong></p><p>Die beiden Festungsinseln Flakfortet und Middelgrundsfortet, die vor den Küsten Kopenhagens in der Øresund-Region liegen, sind faszinierende Relikte aus der militärischen Geschichte Dänemarks. Diese einzigartigen Festungen zeugen von vergangenen Zeiten, als strategische Verteidigungsanlagen notwendig waren, um die Hafeneinfahrt und die Stadt vor potenziellen Bedrohungen zu schützen.</p><p>Flakfortet, ein künstlich angelegtes Fort, wurde während des Ersten Weltkriegs errichtet und diente als Teil des dänischen Verteidigungssystems. Es wurde als Flakbatterie genutzt, um den Luftraum über Kopenhagen zu schützen. Heute ist Flakfortet nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein beliebter Ort für kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und sogar Übernachtungsmöglichkeiten inmitten einer maritimen Kulisse.</p><p>Middelgrundsfortet, eine weitere imposante Festungsinsel, wurde im 19. Jahrhundert errichtet und verstärkte die Verteidigungslinie des Øresund. Ursprünglich als Seefestung konzipiert, wurde Middelgrundsfortet später modernisiert und beherbergte sogar eine Zeit lang Flüchtlinge. Heute ist die Insel zu einem Erholungsgebiet geworden und bietet eine malerische Umgebung für Bootsausflüge und Aktivitäten im Freien.</p><p>Beide Festungen sind nicht nur historische Denkmäler, sondern auch eindrucksvolle Beispiele für militärische Architektur. Die Besucher haben die Möglichkeit, die gut erhaltenen Strukturen zu erkunden, von den Kasematten bis zu den Bunkern, und dabei in die Geschichte der Verteidigungsanlagen einzutauchen. Die Lage in der Øresund-Region, mit Blick auf das Meer und die Skyline von Kopenhagen, verleiht diesen Festungsinseln eine besondere Atmosphäre, die die Verbindung von Geschichte, Architektur und maritimer Schönheit widerspiegelt.</p>								</div>
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									<p><br /><strong>Geisterinsel Spinalonga</strong><br /><strong>Land: Griechenland</strong><br /><strong>GPS: 35°17’45.9″N 25°44’13.5″E</strong></p><p>Die Insel Spinalonga vor der Nordküste Kretas ist ein faszinierendes historisches Juwel, das Besucher mit seiner bewegten Vergangenheit und malerischen Schönheit in den Bann zieht. Ursprünglich mit dem klangvollen Namen „Kalydon“ bekannt, erlangte die Insel ihre größte Bekanntheit durch die Nutzung als Lepra-Kolonie im 20. Jahrhundert.</p><p>Das beeindruckende venezianische Fort, das die Insel dominiert, zeugt von ihrer strategischen Bedeutung während der venezianischen Herrschaft im Mittelalter. Später, unter osmanischer Herrschaft, wurde das Fort weiter ausgebaut und diente als Schutz vor Piratenangriffen. Die Spuren der verschiedenen kulturellen Einflüsse sind auf der Insel noch heute sichtbar, insbesondere in den gut erhaltenen Befestigungsanlagen.</p><p>Die dunkelste Periode in der Geschichte von Spinalonga begann im frühen 20. Jahrhundert, als die Insel als Zwangsaufenthaltsort für Menschen mit Lepra diente. Die isolierte Lage auf der Insel bot eine Art Quarantäne für die Betroffenen, die von der Gesellschaft verstoßen wurden. Die Spuren dieser traurigen Zeit sind in den verlassenen Häusern, Krankenstationen und Friedhöfen zu finden.</p><p>Heute ist Spinalonga ein lebendiges Museum und eine beliebte Touristenattraktion. Die gut erhaltenen Gebäude, die schmalen Gassen und die eindrucksvolle Aussicht auf das kretische Festland machen die Insel zu einem einzigartigen Ausflugsziel. Besucher haben die Gelegenheit, die Geschichte der Lepra-Kolonie zu erkunden und gleichzeitig die malerische Kulisse dieser kleinen Insel zu genießen.</p><p>Die Kombination aus historischer Bedeutung, kultureller Vielfalt und malerischer Schönheit macht Spinalonga zu einem unvergesslichen Ort auf Kreta, der die Besucher in eine Zeit zurückversetzt, als die Insel Zeuge sowohl von strategischer Verteidigung als auch von menschlichem Leid wurde.</p>								</div>
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									<p>Kennst du andere spannende Orte, die ähnlich sind? Dann schreibe mir gern eine <a href="https://www.martin-kaule.de/kontakt/">Nachricht</a> oder hinterlasse einen Kommentar.</p>								</div>
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		<title>Kulturbunker Strausberg</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jan 2025 07:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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									<p><strong>Der Kulturbunker Strausberg: Vom DDR-Bunker zum kreativen Hotspot</strong></p><p>In der Stadt Strausberg, nur einen Katzensprung von Berlin entfernt, entsteht derzeit etwas ganz Besonderes: Der Kulturbunker Strausberg. Dieses faszinierende Projekt verwandelt einen ehemaligen DDR-Bunker in einen einzigartigen Ort für Kunst, Kultur und Geschichte.</p><p><strong>Der Mann hinter der Vision</strong></p><p>Mastermind dieses ambitionierten Vorhabens ist Martin Kaule, Jahrgang 1979. Als Vorstandsvorsitzender des Vereins &#8222;Orte der Geschichte e.V.&#8220; bringt er seine Leidenschaft für historische Stätten und sein Fachwissen als Fotograf und Sachbuchautor in das Projekt ein. Seit 2001 widmet sich Kaule der Dokumentation von Zeitgeschichte – eine Expertise, die dem Kulturbunker zugute kommt.</p><p><strong>Vom Bunker zur Galerie</strong></p><p>2018 übernahm der Verein den Bunker mit dem Ziel, ihn in eine Lern- und Begegnungsstätte umzuwandeln. Das Herzstück des Projekts? Ein 200 Meter langer Zugangstunnel, der in eine unterirdische Galerie verwandelt wird. Schon 2019 waren hier kurzzeitig zwei Ausstellungen präsentiert, darunter &#8222;Voll der Osten&#8220; – eine Fotoschau der Stiftung Aufarbeitung sowie &#8222;25 Jahre Abzug der WGT aus Brandenburg&#8220; die von der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert wurde.</p><p><strong>Kunst trifft Geschichte</strong></p><p>Der Kulturbunker Strausberg soll mehr als nur ein Museum werden. Er soll ein lebendiger Ort werden, an dem sich Kunst, Kultur und historische Bildung begegnen. Ausstellungen zum Kalten Krieg, zur DDR-Geschichte und zum Abzug der sowjetischen Streitkräfte schaffen Raum für Dialog und Reflexion.</p><p><strong>Herausforderungen und Erfolge</strong></p><p>Natürlich bringt ein solches Projekt auch Herausforderungen mit sich. Ein Bauantrag muss gestellt, ein Brandschutzkonzept erarbeitet und die Luft- und Klimatechnik reaktiviert werden. Doch die Mühen lohnen sich: Berliner Galeristen zeigen sich begeistert, und die Strausberger Bürgermeisterin Elke Stadeler sieht im Kulturbunker ein potenzielles Highlight der Stadt.</p><p><strong>Die Zukunft des Kulturbunkers</strong></p><p>Stück für Stück soll der Bunker für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Vision: Ein Treffpunkt für Kunstschaffende, ein Magnet für Geschichtsinteressierte und ein Ort, der Neugier weckt.</p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Mit dem Kulturbunker Strausberg schafft Martin Kaule mit seinen Mitstreitern und den Mitgliedern des Vereins &#8222;Orte der Geschichte&#8220; nicht nur einen außergewöhnlichen Kulturort, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Vermittlung deutscher Geschichte. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieses einzigartige Projekt weiterentwickeln wird.</p>								</div>
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		<title>Bildungsreisen zu außergewöhnlichen Orten</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 07:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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									<p>Martin Kaule, ein renommierter Sachbuchautor und erfahrener Reiseveranstalter, hat ein faszinierendes Konzept für Bildungsreisen entwickelt, das Geschichte und Abenteuer auf einzigartige Weise verbindet. Seit fast 20 Jahren organisiert Kaule Exkursionen und Studienreisen zu außergewöhnlichen Orten in Europa und darüber hinaus.</p><p>Das Besondere an Kaules Bildungsreisen ist die Kombination aus fundierter historischer Bildung und dem Erleben authentischer Schauplätze. Die Reisen führen die Teilnehmer zu weniger bekannten und manchmal ungewöhnlichen Regionen, wo sie tief in die lokale Kultur, Geschichte und Traditionen eintauchen können. Von den eisigen Landschaften Spitzbergens bis zu den Balkanländern &#8211; jede Reise ist sorgfältig geplant, um geschichtliche Zusammenhänge und Hintergründe an Ort und Stelle zu vermitteln.</p><p>Kaules eigene umfangreiche Recherchen für seine zahlreichen Buchprojekte fließen direkt in die Gestaltung der Reisen ein. Dies gewährleistet, dass die Teilnehmer von einem reichen Erfahrungsschatz und fundierten Kenntnissen profitieren. Die Reisen umfassen oft eine Mischung aus bekannten Sehenswürdigkeiten und versteckten Orten, die Kaule persönlich erkundet hat.</p><p>Durch dieses einzigartige Konzept ermöglicht Martin Kaule seinen Reiseteilnehmern, Geschichte hautnah zu erleben und ein tieferes Verständnis für vergangene Ereignisse zu entwickeln. Seine Bildungsreisen sind nicht nur lehrreich, sondern fördern auch den interkulturellen Austausch und die persönliche Entwicklung der Teilnehmer.</p>								</div>
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		<title>Reisebericht: Spitzbergen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[martinkaule]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 14:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Abenteuer Spitzbergen Eine Reise nach Spitzbergen wird man nie vergessen. Allein schon die Anreise ist ein besonderes Erlebnis. Besteigt man das Flugzeug gegen 22 Uhr in Oslo, erlebt man hunderte Flugmeilen später am gleichen Tag einen weiteren Sonnenaufgang. Denn hoch oben im Norden geht zwischen dem 20. April und dem 20. August eines jeden Jahres...]]></description>
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<p><strong>Abenteuer Spitzbergen</strong></p>



<p>Eine Reise nach Spitzbergen wird man nie vergessen. Allein schon die Anreise ist ein besonderes Erlebnis. Besteigt man das Flugzeug gegen 22 Uhr in Oslo, erlebt man hunderte Flugmeilen später am gleichen Tag einen weiteren Sonnenaufgang. Denn hoch oben im Norden geht zwischen dem 20. April und dem 20. August eines jeden Jahres die Sonne nicht unter. Sofern keine Wolken den Himmel bedecken, scheint sie in dieser Zeit 24 Stunden am Tag. Dagegen bleibt sie vom 26. Oktober bis zum 15. Februar in den nördlichsten Breiten unsichtbar. Was für ein ungewöhnlicher Rhythmus.</p>



<p>Mitten im Hochsommer packte ich zu Hause in Deutschland meine Wintersachen in den Koffer und rollte damit nur wenige Tage später zum Flughafen. Für die dicke Winterjacke war kein Platz mehr und so hing sie für jeden sichtbar über dem Gestänge meines Reisegepäcks. Ungläubige Blicke waren daher nicht selten. „Wohin mag er reisen?“, dachte sich bestimmt der eine oder andere Fluggast. Am Flughafen angekommen, funktionierte beim Check-In alles wie gewohnt. Von Berlin aus bot Scandinavian Airlines an meinem Reisetag leider keinen Direktflug nach Oslo an, daher galt es einen kurzen Zwischenstopp in Stockholm/Schweden einzulegen. Kleines Länderhopping durch Skandinavien, es hätte mich wahrlich schlimmer treffen können. Alternativ verbindet – zumindest in der Saison – auch Norwegian Air einige deutsche Flughäfen mit der norwegischen Hauptstadt. Am Airport in Oslo angekommen, konnte man sich bereits im Ankunftsbereich an den skandinavischen Warenauslagen erfreuen: Eisbärsouvenirs auf der einen, dicke Norwegerpullover auf der anderen Seite. Das Terminal für den Weiterflug war schnell gefunden. Auch wenn Spitzbergen zu Norwegen zählt, haben Weiterflüge wegen der Sonderstellung der Stadt den Status von internationalen Flügen. Daher wird vor dem Weiterflug der Reisepass kontrolliert. Neben den regelmäßigen Flügen via Oslo wäre eine Anreise auch von Tromsø im Norden Norwegens aus möglich. Die Wartezeit kann man sich bequem mit dem Besuch einer Lounge oder eines Restaurants im Abflugbereich vertreiben. Kurz vor 22 Uhr ging es endlich los und drei Stunden später war ich auch schon auf der arktischen Inselgruppe Spitzbergens.</p>



<p>Hier oben weit hinter dem Polarkreis leben neben mehreren tausend Eisbären auch etwa 2500 Menschen. Hauptstadt und Verwaltungszentrum ist Longyearbyen. Man kann die Stadt als eine kleine, bunt gemischte Gemeinde beschreiben, welche sich von einem kleinen Bergarbeiterstädtchen hin zu einem modernen lebendigen Ort mit diversen Unternehmen entwickelt hat. Daneben unterhalten die Universitäten in Oslo, Bergen, Tromsø und die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegen hier jeweils eine kooperierende Außenstelle, die zum besonderen Flair Spitzbergens beiträgt.</p>



<p>Die Unterkunft konnte man vom Airport Longyearbyen aus bequem mit einem öffentlichen Hotel-Shuttlebus erreichen. Ein verrücktes Gefühl machte sich breit: Es war 2 Uhr nachts und noch immer schien die Sonne hoch oben am Himmel! Im Hotel angekommen, erhielt ich ohne Umschweife die Zimmerschlüssel und fiel todmüde ins Bett. Die dicken schwarzen Vorhänge vor den Fenstern verdunkelten den Raum zum Glück vollständig. Die Schuhe zieht man hier übrigens direkt nach der Eingangstür aus, im gesamten Hotel sowie auch im Restaurant bewegt man sich jederzeit barfuß.</p>



<p>Nach einer ersten kurzen Nacht startete am nächsten Vormittag auch schon das eigentliche Programm. Am ersten Tag stand eine Wanderung durch Longyearbyen auf dem Plan. Zu Fuß ging es hinab zum Ufer des Fjords, vorbei am Kulturhaus und einer wunderschönen Kirche hin zu einem der wichtigsten Relikte der Bergbaugeschichte der Insel. Hier am Rande der Stadt liefen zahlreiche Kohletransportwege zusammen, um von hier aus gebündelt zu einem riesigen Lagerplatz am Hafen zu führen. Weiter ging es für einen kurzen Kaffeestopp in die kleine Einkaufsstraße und zu einem riesigen Binnensee, der, wie wir vom Guide erfuhren, als Trinkwasserreservoir, das sich ausschließlich von Gletscherwasser speiste, für die gesamte Stadt diente. Auf dem Weg dorthin konnte man die ersten Husky-Camps von außen einsehen. Am See selbst angekommen, steht man buchstäblich am Rande der Zivilisation. Ein Warnschild weist darauf hin, dass ab hier jederzeit mit dem Kontakt mit Eisbären gerechnet werden muss. Wer weitergehen möchte, benötigt nun zum eigenen Schutz eine Waffe oder mietet sich einen Guide, der diese mit sich führt. Doch schnell zurück zum Zentrum. Nun gab es die Gelegenheit, in den hiesigen Supermarkt zu gehen oder sich in ein gemütliches Pub zu setzen. Für die, die noch mehr entdecken wollten, bestand die Möglichkeit, das benachbarte Spitzbergenmuseum oder das Polarexpeditionsmuseum zu besichtigen. Auch hier gab es wieder – wie im Hotel wenige Stunden zuvor – das Prozedere des Schuheausziehens direkt im Eingangsbereich. Die Eindrücke des ersten Tages waren schon ziemlich außergewöhnlich.</p>



<p>Am nächsten Tag startete das Programm schon etwas früher. Denn der Shuttlebus zum Hafen fuhr bereits um kurz nach 8 Uhr in Richtung des nächsten Abenteuers. Da nun auch das Hotel gewechselt wurde, hatte unsere Reisegruppe Sack und Pack dabei. Auf dem Weg zum Hafen hielt der Bus noch an einigen Hotels an, um weitere Abenteurer einzusammeln. Pünktlich um 8:30 Uhr legte der moderne Katamaran dann auch schon mit dem Ziel „Barentsburg“ ab. Bei dem Tagesziel handelte es sich um die zweitgrößte Siedlung der Inselgruppe, die vollständig unter russischer Verwaltung steht. Ein staatseigener Betrieb baut hier unter Tage noch immer Steinkohle ab. Doch keine Angst, ein Visum ist für einen Besuch nicht notwendig. Auf dem Weg türmten sich links und rechts die schroffen Berge Spitzbergens auf. In den Buchten reihte sich Gletscher an Gletscher. Was für eine Landschaft!</p>



<p>Nach knapp zwei Stunden Fahrzeit waren wir auch schon in Barentsburg. Unten am Kai wartete der lokale Guide, der unsere Gruppe freundlich in Empfang nahm. Der Reiseleiter behielt das Gepäck im Blick und fuhr mit diesem direkt zum Hotel der nächsten zwei Tage. Bei der Führung durch die Stadt erfuhren wir spannende Details zur Geschichte der Siedlung und dass wir morgen, sofern wir wollten, auch noch die Chance haben würden, das aktive Bergwerk zu besichtigen! Nach der Überblicksführung bezogen wir erst mal die Zimmer und verabredeten das weitere Programm des Tages. Es bestand die Möglichkeit der Teilnahme an einer weiteren Wanderung zum aktiven Helikopterflugplatz am Cap Heer, der noch immer für Versorgungsflüge genutzt wird. Spätestens jetzt hatte mich die Landschaft Spitzbergen vollends in ihren Bann gezogen. Zufällig fand im Kulturhaus nebenan noch eine Folkloreshow statt.</p>



<p>Nach einer erholsamen Nacht standen am dritten Tag weitere Ausflüge auf dem Programm. Ein Teil der Gruppe wanderte hinauf in die Berge, von wo aus es einen großartigen Blick auf die Siedlung und die Bucht geben sollte. Ich entschied mich für die Bootstour zur verlassenen Geisterstadt Grumant, gleich in der benachbarten Bucht. Für den Ausflug erhielten wir einen eigenen wasserdichten Anzug und schon ging es los. Mit hoher Geschwindigkeit näherten wir uns den Gebäuden einer kleinen verlassenen Bergbausiedlung. Ein spannender Mix aus Expedition und Abenteuer und meine Kamera war die ganze Zeit dabei. Idealerweise läutete zu keinem Zeitpunkt eine vermeintlich untergehende Sonne das Ende des Tages ein. So man Lust und Energie hatte, bot der Reiseleiter in den späten Abendstunden noch ein kleines Highlight an. Er kannte eine Stelle, an der zu später Stunde Polarfüchse angefüttert werden. Was für niedliche Tiere!</p>



<p>Nach der zweiten Nacht in Barentsburg mussten wir wieder unsere Koffer packen. Von Barentsburg aus ging es mit dem Schiff, welches uns zwei Tage zuvor hierhergebracht hatte, zu meinem eigentlichen Sehnsuchtsziel und Anstoß der Reise – zur verlassenen Geisterstadt Pyramiden. Bis 2000 unterhielt das russische Bergbauunternehmen hier seine größte Steinkohlemine auf Spitzbergen. Knapp 1000 Menschen lebten und arbeiteten in Höchstzeiten inmitten dieser teils unwirklich scheinenden Welt. Die unzähligen Gebäude wurden einfach verschlossen, aber nicht vergessen. Zwei Hausmeister kümmern sich seitdem um die nötigste Wartung der teils sensiblen Infrastruktur. Mit der Zunahme der Touristen wurde vor einigen Jahren auch ein kleines Hotel eröffnet, das in den Sommermonaten nun mit allen denkbaren Services aufwartet. Auch hier erwarteten uns wieder freundliche Guides, die uns die Historie und Funktion der unterschiedlichsten Gebäude erklärten. Während die normalen Tagesgäste wieder zurück mit dem Schiff nach Longyearbyen fuhren, konnten wir zwei außergewöhnliche Nächte verbringen. Selbst hier, abgelegen im Nirgendwo, zog man sich nach dem Betreten des Hauses die festen Wanderschuhe aus.</p>



<p>Am zweiten Tag in Pyramiden hatten wir die Gelegenheit, weitere Gebäude der Siedlung zu besichtigen. Neben einer Kantine, dem Verwaltungsgebäude der Mine, der Schwimmhalle, einer Schule sowie dem imposanten Kulturhaus waren es auch zwei Wohngebäude. In zahlreichen Wohnungen schien die Zeit seit mehr als 20 Jahren stillzustehen. Am Nachmittag führte uns der Guide entlang der alten Kohlenrampe hoch hinauf in Richtung des gleichnamigen Berges der Siedlung. Einige Teilnehmer schrien verzückt auf, denn ganz oben erreichten die letzten Handysignale die Smartphones und zahlreiche Nachrichten trudelten ein. Man konnte aber auch ganz einfach den Ausblick genießen und so lange fotografieren, bis die Speicherkarte voll war. Die Aussicht wird mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen.</p>



<p>Am nächsten Tag führte uns der Weg zu einer verlassenen Erdölbohrstation. Entlang der Bucht liefen wir im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Nach rund eineinhalb Stunden Wanderung waren wir auch schon am Ziel. Drei imposante Bohrtürme ragten noch immer in den Himmel. 1999 stieß man laut Aussage des Guides auf Erdöl, doch dann folgte der Beschluss zur Stilllegung der Mine und zur Umsiedlung nach Barentsburg. Auch wir wanderten nun zurück, um die letzten Stunden in dieser unwirklichen Gegend zu verbringen. Am darauffolgenden Tag brachte uns das Schiff wieder zurück in die Hauptstadt. Mit vollen Speicherkarten musste ich nun schweren Herzens den Weg zurück in die Heimat antreten.</p>



<p>Eine Reise nach Spitzbergen inmitten des arktischen Sommers ist unglaublich faszinierend. Die verlassenen Bergbausiedlungen, die schroffe Landschaft, das Eis und die Gletscher, aber auch die Tier- und Pflanzenwelt sind ein besonderes Erlebnis. Daher nehme ich mir fest vor, das Eiland demnächst auch im Winter zu besuchen.</p>
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		<title>Reisebericht: Moldau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[martinkaule]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 14:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu Besuch im größten Weinanbaugebiet Osteuropas »Wo wollen sie hin?« fragte der Bundespolizist, während er meine Daten meines Reisepasses bei der Ausreise am Flughafen Tegel im Frühjahr 2012 kontrollierte. »In die Republik Moldau? Als Tourist? Was will man denn da?«. Die Reise fing schon gut an dachte ich so bei mir. &#160; Die Republik Moldau...]]></description>
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<p><strong>Zu Besuch im größten Weinanbaugebiet Osteuropas</strong></p>



<p>»Wo wollen sie hin?« fragte der Bundespolizist, während er meine Daten meines Reisepasses bei der Ausreise am Flughafen Tegel im Frühjahr 2012 kontrollierte. »In die Republik Moldau? Als Tourist? Was will man denn da?«. Die Reise fing schon gut an dachte ich so bei mir. &nbsp;</p>



<p>Die Republik Moldau – umgangssprachlich auch als Moldawien bezeichnet – erlangte 1991 zwar seine Unabhängigkeit, doch auf Scharen von Touristen wartet das Land am Rande Europas, genau zwischen Rumänien und der Ukraine gelegen noch immer. Internationale Flüge landen auf einem kleinen Airport am Rande der Hauptstadt Chişinău. Nach rund 30 Minuten Fahrzeit ist man auch schon inmitten des Stadtzentrums angekommen. Eine ausreichende Auswahl an modernen Hotels laden hier zu einem kürzeren oder längeren Aufenthalt ein.</p>



<p>Zahlreiche Spuren der kommunistischen Ära sind bis heute erhalten. Bis zu seiner Unabhängig zählte das Land zwischen 1940 und 1991 als Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik als eine der 15 Teilrepubliken der Sowjetunion. Ein Kontrast den man sich in Westeuropa gar nicht so recht vorstellen kann. Als größtes Mahnmal aus der Zeit des Kommunismus kann heute die riesige Ruine des ehemaligen Hotel National oder der Palast der Jugend angesehen werden.&nbsp;Doch es gibt hier auch die »schmucken« Bauten. Durchsaniert und auf dem Stand der Zeit. Die öffentlichen Regierungs- und Verwaltungsbauten erinnern damals wie heute an die übermächtige Rolle der Nomenklatura. Doch die Republik Moldau hat 30 Jahre nach der Unabhängigkeit mit einer extremen Abwanderung junger und gut ausgebildeter Fachkräfte zu kämpfen. Das Leben in der EU oder den USA verheißen einen besseren und wohlhabenderen Lebensstil. Sofort und ohne weitere »Aufbauarbeit« leisten zu müssen.&nbsp;</p>



<p>Entlang der Hauptpromenade – dem Boulevard Ștefan cel Mare și Sfînt (Stefan der Große) –&nbsp;kann man die wichtigsten Gebäude als Tourist sorgenfrei erlaufen. Durch die Kämpfe des Zweiten Weltkrieges wurde die Innenstadt fast vollständig zerstört. Josef Stalin entschied auch in Chişinău zahlreiche Viertel im sogenannten Zuckerbäckerstil wieder aufbauen zu lassen. Der hiesige Markt oder das Erinnerungsmemorial liegen von hier aus etwas abseits, was aber keinen Geschichtsinteressierten abschrecken sollte.&nbsp;</p>



<p>Nach den Erkundungen der Hauptstadt stand am nächsten Tag ein Ausflug in die Umgebung auf den Plan. Wir wollten raus in eines der größten Weinanbauregionen Osteuropas. Moldawien zählte bis zum Zusammenbruch des riesigen Sowjetreiches zu einer der Hauptweinanbauregionen der Union. Jede zweite Weinflasche der Sowjetunion kam von hier. Doch die Anti-Alkohol-Kampagne der Sowjetunion zwischen 1985–1991 senkte auch hier die Anbaufläche drastisch. Weit über 200 000 Hektar Rebfläche zählt das Land in Höchstzeiten in den 1980iger Jahren. Deutschland kam 2019 auf knapp die Hälfte der Anbaufläche für Wein, ist aber flächenmäßig mehr als zehn Mal so groß. Mit der Bevölkerung unpopulären Kampagne sollte die Lebenserwartung besonders bei der männlichen Bevölkerung des Sowjetreich gesteigert werden. Die Lebenserwartung eines Mannes zählte zu der Zeit etwa 63 Jahre, 12 Jahre weniger als in den Vereinigten Staaten. Alkoholismus wurde als einer der Hauptgründe dazu ausgemacht. Doch mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion endete auch die Anti-Alkohol-Kampagne und die industrielle Produktion von alkoholhaltigen Getränken wurde wieder im Land selbst und den neuen nunmehr unabhängigen Republiken wieder hochgefahren. Für das Land, dass noch immer zu den weltweit größten Weinproduzenten zählt, ist heute nicht nur der Export ein wichtiger Devisenbringer, sondern auch der Erhalt dieser einmaligen Weinkeller führt dazu, dass langsam immer mehr Touristen das Land entdecken. Wein und außergewöhnliche Kultur in einem der ärmsten Länder Europas.</p>



<p>Nach einer knappen halben Stunde Fahrzeiten standen wir auf einem kleinen Parkplatz, an dem bereits kleine Touristenbusse wie man sie aus Ferienzentren her kennt auf die Besucher. Das ist es also, das geheimnisumwitterte Stollensystem im Herzen der Hauptweinanbauregion des einstigen Sowjetreiches. &nbsp;Nach der Registrierung und Bezahlung der Tickets ging es auch schon los. Bis zu 80 Meter tief wanden sich die knapp 120 Kilometer langen Gänge von Cricova durch den Kalkstein. Die konstanten Temperaturen von knapp zehn Grad Celsius verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit stellen für Wein optimale Lagerwerte dar. Die junge Gästeführerin gab viele Legenden und Geschichten aus der unterirdischen verborgenen ganz eigenen Welt zum Besten. Wladimir Putin feierte hier vor Jahren seinen 50.ten Geburtstag. Juri Gagarin – Held der Sowjetunion und erster Mensch im Weltall – so erzählt man verbrachte hier 1966 zwei ganze Tage im unterirdischen Verkostungsbereich und fand nur mit Unterstützung den Weg wieder an die Oberfläche. Zählte bis 2014 Russland als Hauptimporteur der Weine, wird der Wein aus Cricova heute vornehmlich nach Kasachstan verkauft. Als Vergeltung für das im November 2013 unterzeichnetes Abkommen zwischen der EU und Moldau einen EU-Beitritt des Landes zu forcieren, verhängte Russland ein Embargo gegen moldauischen Wein. Zu einem weiteren Highlight zählt ein Besuch der sogenannten Schatzkammer. Hier lagern nicht nur exklusive Weine mit besonders alten Jahrgängen (z.B. &#8222;Jerusalem von Ostern&#8220; Jahrgang 1902), sondern auch ein Teil der persönlichen Weinsammlung des nach Ende des Zweiten Weltkrieges verurteilten Kriegsverbrechers Herrmann Göring. Er pflegte einen dekadent-luxuriösen Lebensstil und so gelangte Ende der 1940iger Jahre ein Teil seiner Weinsammlung als sowjetische Kriegsbeute hier her. Daneben erhält jeder Staatsgast ein eigenes Fach mit einer Auswahl an erlesenen Weinen. Die unterschiedlichen Verkostungsräume sind weitere architektonische Besonderheiten des unterirdischen Labyrinths das man so hier im Untergrund gar nicht erwarten würde. Wir wurden durch die eindrucksvollen Lagerbereiche geführt und in den Ablauf der Flaschenabfüllung eingewiesen. Ein eindrucksvoller Besuch durch und durch.</p>



<p>Die Teilnahme an einer der angebotenen Führungen sollte unbedingt im Voraus reserviert werden. Es werden nicht nur unterschiedliche Routen, sondern auch anschließende Weinverkostungen angeboten.</p>



<p>In der zweiten Anlage in den Weinkellern von Milestii Mici&nbsp;lagert dem Guinness-Buch der Rekorde nach die größte Anzahl an Weinflaschen in einem mehr als 150 Kilometer langen Stollensystem. 1,5 Millionen Liter Flaschen. Ein Paradies für Weinlieber!?</p>



<p>Doch die Republik Moldau hat damals wie heute mehr zu bieten als unterirdische Labyrinthe. Wir fuhren nach unserem Besuch immer tiefer und tiefer in das Land hinein. Die Wege wurden schlechter und die Transportmittel der dort lebenden Bevölkerung immer abenteuerlicher. Eine wahre Zeitreise am Rande Europas. Landschaftlich erinnerte die Regionen in weiten Strecken an Italien. Etwa 100 Kilometer weiter nördlich stießen wir hier unweit der Stadt Olișcani auf eines der geheimsten Relikte aus der Zeit des Kalten Krieges. Inmitten eines weitläufigen Waldes wurde in den 1980iger Jahren einer der modernsten Führungsbunker der Sowjetunion in den Boden gegraben. Mehr als 10 Stockwerke tief, sollte von hier aus das Kriegsgeschehen eines vermeintlichen Dritten Weltkrieges in Westeuropa orchestriert werden. Doch mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion fiel auch diese einmalige Anlage in Vergessenheit. Die umliegende Bevölkerung bedient sich seitdem an der verlassenen Ruine um dringend benötige Baumaterialen zusammen zu klauben. Ein Mahnmal an den Wahnsinn des Kalten Krieges ohne Informationstafel oder Museum.</p>



<p>Doch wir mussten weiter. Wir fuhren in Richtung der ukrainischen Grenze im Norden des Landes. Im nahen Balti lernten wir spontan die moldauische Gastfreundschaft kennen. Eigentlich hätte das kleine Restaurant mit einem provisorischen Wintergarten bereits geschlossen. Doch man freute sich so sehr über die ausländischen Gäste, das allerhand auf dem ersten Blick scheinende exotische Speisen serviert wurden. Immer mehr Teller türmten sich am Ende auf dem Tisch, die die hungrigen Mägen schnell füllte. Doch wir mussten irgendwann weiter. Den jüngeren Teilnehmern der Gruppe wurde bei der Verabschiedung noch die Tochter des Chefs vorgestellt, doch alle bedankten sich nett für diese Geste und so fuhren wir in unveränderter Teilnehmerzahl weiter.</p>



<p>Inzwischen bereiste ich schon mehrfach das in Westeuropa recht unbekannte Land mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Eine Kombination mit einem Besuch Rumäniens, Transnistriens / Pridnestrowien oder der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist sehr zu empfehlen.&nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Wie zu erreichen?</strong></p>



<p>Der Flughafen der Hauptstadt Chişinău ist an ausgewählten Tagen in der Woche mit einem Direktflug ab Berlin zu erreichen. Dort angekommen, kann man mit dem Taxi bequem in die Innenstadt fahren. Alternativ organisieren wir gern auch vorab einen privaten Transfer in das Zentrum.</p>



<p><a href="http://www.martin-kaule-reisen.de" data-type="link" data-id="http://www.martin-kaule-reisen.de" target="_blank" rel="noopener">www.martin-kaule-reisen.de</a> > Moldau <strong><br></strong></p>



<p><strong>Wo übernachten?</strong></p>



<p>Es gibt größere und kleinere Hotels in Chişinău. Historische oder moderne. Mit meinen Gruppen übernachte ich immer ganz gern im Bristol Central Park Hotel****.</p>



<p><strong>Wo essen?</strong></p>



<p>Entlang des Boulevards, besonders in den Seitenstraßen in Richtung Markt gibt es zahlreiche Restaurants. Auf dem Markt kann man sich natürlich auch mit frischem Gemüse und Fleisch ordentlich eindecken und selber kochen.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie bezahlen?</strong></p>



<p>Im Land wird mit moldauischen Leu bezahlt. Fast alle Hotels und Restaurants akzeptieren die gängigen Kreditkarten und daneben gibt es unzählige ATM-Automaten.</p>
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		<title>Reisebericht: Buzludzha-Monument</title>
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		<dc:creator><![CDATA[martinkaule]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 13:59:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Ufo der Kommunisten Eine Exkursion zum »Ufo der Kommunisten« inmitten des Balkangebirges zählt zu den ungewöhnlichsten Reisen in Europa. Das auch als Buzludzha-Denkmal bekannte Monument wurde 1981 auf dem Gipfel des 1441 Meter hohen Chadschi Dimitar zu Ehren der sozialistischen Bewegung Bulgariens eröffnet. Hier oben kämpften 1868 die bulgarischen Aufständischen gegen die türkisch-osmanischen Fremdherrscher....]]></description>
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<p><strong>Das Ufo der Kommunisten</strong></p>



<p>Eine Exkursion zum »Ufo der Kommunisten« inmitten des Balkangebirges zählt zu den ungewöhnlichsten Reisen in Europa. Das auch als Buzludzha-Denkmal bekannte Monument wurde 1981 auf dem Gipfel des 1441 Meter hohen Chadschi Dimitar zu Ehren der sozialistischen Bewegung Bulgariens eröffnet. Hier oben kämpften 1868 die bulgarischen Aufständischen gegen die türkisch-osmanischen Fremdherrscher. Doch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs geriet das imposante Monument, das auch das größte ideologisch motivierte Denkmal des Landes ist, schnell in Vergessenheit. Aber nicht nur Fans von außergewöhnlichen Orten, sondern auch Architekten und Denkmalschützer engagieren sich seit einigen Jahren für den Erhalt bzw. die Sicherung dieses einmaligen Bauwerkes.</p>



<p>[Collage Intro]</p>



<p>Für eine Reise zum Buzludzha-Denkmal (andere Schreibweise: Busludscha, bulgarisch: Паметникът на Бузлуджа) plant man am besten wenigstens eine 2-Tages-Exkursion ein. Denn je nach Ankunftsort in Bulgarien ist mit einer Fahrzeit von mindestens zwei Stunden zu rechnen (ab Airport Plowdiw). Bei einer Anreise aus Sofia oder Varna verlängert sich diese um jeweils eine weitere Stunde. Doch um direkt am Monument einen unbeschreiblichen Sonnenuntergang und am nächsten Tag einen Sonnenaufgang zu erleben, sollte man eine Zwischenübernachtung einplanen. Bei unseren eigenen Reisen sind wir daher auch regelmäßig zwei Nächte vor Ort.</p>



<p>Entlang der beiden Hauptstrecken in das Balkangebirge laden zahlreiche spannende Zwischenziele zu einem Stopp ein. Bei unserer letzten Reise führte die Route von Varna zum Buzludzha-Monument. Nach Stopps am Steinernen Wald (Pobiti Kamani / Побити камъни) sowie in Shumen am Monument »1300 Years of Bulgaria« (Паметник „Създатели на българската държава“) erreichten wir am Nachmittag des ersten Tages unser Hotel in Sichtweite des Denkmals inmitten der Berge. Nachdem wir mit unserer kleinen Gruppe von Foto- und Geschichtsinteressierten die Zimmer bezogen hatten, fuhren diejenigen, die wollten, auch gleich weiter zum Monument. Wenn die untergehende Sonne das architektonisch einmalige Denkmal und die umliegende karge Landschaft in ein rötliches Licht taucht, sollte man noch ausreichend Platz auf der Speicherkarte des Fotoapparates haben.</p>



<p>[Collage Steiner Wald + Shumen]</p>



<p>Unser Guide kannte die besten Fotospots, um das kostbare Licht noch so lang als möglich auszukosten. Nach einer knappen Stunde hatten wir alle gewünschten Motive »im Kasten« und so ging es wieder zurück zum Hotel. Die Einrichtung versprühte noch immer den Glanz der 1980er Jahre, als das Gebäude als Gästeresidenz der Regierung eröffnet wurde. Heute begrüßt das Haus Besucher, die wegen des benachbarten Monuments hierherkommen oder die einfach die umliegende Naturlandschaft genießen wollen. Wenn ihr mich fragt, eines der außergewöhnlichsten Hotels in Bulgarien. Nach einem leckeren Abendessen mit Schopska-Salat und Schaschlickspießen fielen wir alle satt und zufrieden ins Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir auch den Sonnenaufgang direkt am Monument erleben. Dazu verabredeten wir uns schon um 5 Uhr. Nach der kurzen Fahrt stand eine rund 20-minütige Wanderung auf den benachbarten Hügel auf dem Programm. Denn von hier aus hatten wir einen sagenhaften Blick auf die aufgehende Sonne und das Buzludzha-Monument. Die weite Landschaft, die Ruhe der Natur und der kühle Wind gaben dem Moment etwas Mystisches. Was für ein Erlebnis.</p>



<p>[Collage Sonnenuntergang]</p>



<p>Bei unserer Rückkehr warteten auch schon heißer Kaffee und ein schmackhaftes Frühstück auf uns. Wenn das nicht eines der idealen Hotels für Fans von außergewöhnlichen Orten ist, aber ich wiederhole mich <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />. Bei unseren Reisen zwischen 2016 und 2018 konnten wir das Monument auch von innen besichtigen. Doch seit der zuständige Verwaltungsbezirk den historischen Wert des Bauwerkes (wieder-)erkannt hat, unterbindet ein in einem Container stationierter Wachmann 24 Stunden am Tag den widerrechtlichen Zutritt zum Monument. Denn nicht nur die Witterung setzte dem Bauwerk zu: Randalierer und Vandalen zerstörten über mehrere Jahre die Einbauten sowie die beiden 360-Grad-Mosaike im äußeren Ring und im Hauptsaal. Daher muss man sich aktuell leider mit Außenaufnahmen zufriedengeben. Wir hoffen, dass wir mit unseren Gruppen bei den Reisen ab Herbst 2021 auch wieder einen kurzen Zutritt in das Bauwerk erhalten können. Seit dem Sommer 2020 engagiert sich ein Team von Denkmalschützern für die Sicherung der beiden Mosaike. Schritt für Schritt soll nun auch die weitere Bausubstanz gerettet und wiederaufgebaut werden. Es gibt Ideen für eine Umnutzung als außergewöhnliches Hotel oder als Museum mit imposantem Aussichtsturm.</p>



<p>[Collage Sonnenaufgang + Blick ins Monument]</p>



<p>Doch keine Sorge! In der Umgebung existieren weitere imposante Ausflugsziele. Nach Absprache der Gruppe sind hier zahlreiche Varianten möglich. Zu den beliebtesten Zielen zählte in der Vergangenheit ein Besuch der Open-Air-Gallery in Staro Zhelezare. Mehrere Künstler verewigten bekannte, aber auch neue Motive auf den Hauswänden oder den massiven Ummauerungen der Grundstücke. Vielfach finden sich auch die Gesichter der Einwohner in den Motiven wieder. Eine großartige Idee, um die Landflucht der Bewohner zu stoppen. Denn das Konzept geht auf. Touristen strömen inzwischen aus ganz Bulgarien hierher und sorgen so für Lohn und Arbeit. &nbsp;</p>



<p>[Collage Staro Zhelezare]</p>



<p>Nach Stopps an zwei weiteren Groß-Monumenten (Kalofer und Stara Sagora) ist man am späten Nachmittag auch schon wieder hoch oben am Buzludhza-Monument. Je nach Witterung und Energie der Gruppe geht es wieder hinauf zum Denkmal. Aber auch der Wellnessbereich des Hotels lädt zu einem erholsamen Besuch ein. Keine Foto-, sondern auf Wunsch auch eine Wellnessreise <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />. Die Kelleretage sollte so oder so besucht werden, denn in einem kleinen Raum informieren mehrere Tafeln über den Bau des Denkmals. Großformatige Fotos zeigen das Aussehen des Monuments nach seiner Fertigstellung. Ein wahrer Geheimtipp für Besucher des Buzludzha-Monuments.</p>



<p>[Collage Kalofer und Stara Sagora]</p>



<p>[Collage Hotel]</p>



<p>Nach der zweiten Nacht kündigt sich auch schon langsam das Ende der Reise an. Der Rückweg ist ebenfalls gespickt mit weiteren Zwischenzielen. Bei der letzten Reise wählten wir eine Strecke nördlich des Gebirges mit einem Zwischenstopp an einem weiteren architektonisch spannenden Relikt der Zeitgeschichte. Das Monument »Arch of Freedom« (Паметник &#8222;Арка на свободата&#8220;) liegt ebenfalls inmitten der Berge auf einer Höhe von 1520 Metern. Es erinnert an den Sieg der russischen Armee gegen die osmanischen Truppen im Jahr 1878 sowie an die bulgarisch-russische Zusammenarbeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges.</p>



<p>[Collage Arch]</p>



<p>Nach der letzten Fotosession im Balkangebirge führte uns die Fahrt weiter zu einem der ungewöhnlichsten Ziele in Bulgarien. In der Nähe der Stadt Lovech besuchten wir die Devetashka Höhle (Природна забележителност &#8222;Деветашка пещера). Sie ist nicht nur die größte Karsthöhle im Land, sondern sie beeindruckt jeden Besucher durch ihr abwechslungsreiches Farb- und Lichtspiel. Weltweite Bekanntheit erlangte die Höhle im Jahr 2011/2012 durch Dreharbeiten für den Actionfilm »Expandables 2«.</p>



<p><br>[Collage Höhle]</p>



<p>Nach zwei weiteren Stunden Fahrzeit trafen wir zur letzten Übernachtung dieses außergewöhnlichen Roadtrips durch Bulgarien ein. Das Hotel lag am Rande eines großen Parkes. Hier konnte man abermals entscheiden, ob man die Abendstunden im hoteleigenen Restaurant verbringt oder ob man noch mit dem Guide zu einem Fotowalk durch die Innenstadt Sofias aufbricht. Nach einer Fahrt mit der Metro ist diese auch schon nach wenigen Minuten erreicht. Ausgehend vom riesigen Kulturpalast führte uns eine spannende Fotoexkursion zu zahlreichen imposanten Bauten aus der sozialistischen Ära Bulgariens. Auf der Hauptpromenade der Stadt konnten wir auch noch das letzte echte bulgarische Essen der Reise genießen.</p>



<p>[Collage Stadt]</p>



<p>Am letzten Tag der Reise sollte man seinen Rückflug – sofern möglich – auf den Nachmittag des Tages legen, denn unser Guide kann noch viele spannende Dinge in Sofia zeigen. Im »Museum der sozialistischen Kunst« erinnern auf dem Außengelände zahlreiche Skulpturen und Denkmäler an die Zeit des Kommunismus/Sozialismus des Landes. Im Inneren informieren wechselnde Sonderausstellungen über weitere Aspekte aus der Zeit des Kalten Krieges. Im Anschluss führte uns unser Guide zu einem verlassenen Schwimmbadkomplex. Neben zwei riesigen überdachten Becken gab es noch das Freibecken mit den Sprungtürmen und der Tribüne zu bestaunen. Was für ein toller Abschluss einer mehr als eindrucksvollen Reise!</p>



<p><strong>Wie zu erreichen?</strong></p>



<p>Sofern ihr das Buzludzha-Denkmal selbst bereisen wollt, gibt es die Möglichkeit, sich einen Mietwagen an den Airports in Sofia oder Varna auszuleihen. Von Sofia ist das Monument in knapp drei Stunden und von Varna/Goldstrand/Sonnenstrand in rund vier Stunden pro Strecke zu erreichen.</p>



<p><a href="http://www.check24.de" target="_blank" rel="noopener">www.check24.de</a> &gt; Mietwagen</p>



<p>Auf Wunsch organisiert das Team um Martin Kaule Tages- und Mehrtagesreisen zum »Ufo der Kommunisten«. An ein bis zwei Terminen im Jahr ist Martin Kaule als Reiseleiter von Studien- und Bildungsreisen selbst vor Ort.</p>



<p><a href="http://www.martin-kaule-reisen.de" data-type="link" data-id="http://www.martin-kaule-reisen.de" target="_blank" rel="noopener">www.martin-kaule-reisen.de</a> > Bulgarien 5T Bildungsreise oder 10T Rundreise </p>



<p>Während der Saison kann im Onlineshop auch unabhängig von festen Reiseterminen eine Tagestour (ab/an Sofia oder Varna) gebucht werden. Auf Anfrage sind auch weitere eigene Termine möglich.</p>



<p><a href="http://www.martin-kaule-reisen.de" data-type="link" data-id="http://www.martin-kaule-reisen.de" target="_blank" rel="noopener">www.martin-kaule-reisen.de</a> > Terminbuchung</p>



<p><strong>Wo übernachten?</strong></p>



<p>Einen knappen Kilometer Luftlinie entfernt, kann man in Sichtweite des Buzludzha-Monuments im 2017 eröffneten Hotel Edelweiss übernachten, ein umfassend saniertes ehemaliges Gästehaus der kommunistischen Partei Bulgariens.</p>



<figure class="wp-block-embed"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://en.hoteledelweiss.bg
</div></figure>



<p><strong>Wo essen?</strong></p>



<p>Sofern man am gleichen Tag wieder zurück nach Sofia oder Varna möchte, empfiehlt sich mindestens ein Besuch des Restaurants im Hotel Edelweiss.</p>



<figure class="wp-block-embed"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://en.hoteledelweiss.bg
</div></figure>
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		<title>Reisebericht: Transnistrien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[martinkaule]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 13:56:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine außergewöhnliche Reise nach Transnistrien – ein Staat, der nicht anerkannt ist Eine Reise in ein Land, das von keinem anderen UN-Staat anerkannt wird, klingt schon beim Lesen abenteuerlich. Aber lasst euch überraschen. Eine Reise nach Transnistrien oder in die Pridnestrowische Moldauische Republik (so die offizielle Bezeichnung) stellt eine der außergewöhnlichsten Reisen innerhalb Europas dar....]]></description>
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<p><strong>Eine außergewöhnliche Reise nach Transnistrien – ein Staat, der nicht anerkannt ist</strong></p>



<p>Eine Reise in ein Land, das von keinem anderen UN-Staat anerkannt wird, klingt schon beim Lesen abenteuerlich. Aber lasst euch überraschen. Eine Reise nach Transnistrien oder in die Pridnestrowische Moldauische Republik (so die offizielle Bezeichnung) stellt eine der außergewöhnlichsten Reisen innerhalb Europas dar. Nach dem Völkerrecht zählt das Gebiet Pridnestrowiens – so die Kurzbezeichnung –offiziell zur Republik Moldau (die bei uns auch als Moldawien bezeichnet wird). Nach dem Zerfall der Sowjetunion erlangte die bis dahin existierende Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik 1991 ihre volle Unabhängigkeit. 1992 gipfelte ein schwelender Konflikt zwischen verschiedenen Ethnien im Land im sogenannten Transnistrien-Konflikt, einem Bürgerkrieg mit über 1000 Toten. Die Kämpfe wurden erst durch das Eingreifen der auf transnistrischem Territorium stationierten russischen 14. Armee beendet. Seitdem wird die Region »selbstständig« verwaltet und der Status quo durch die weitere Stationierung regulärer russischer Streitkräfte erhalten. Es existieren eigene Grenz- und Zollstationen, eigene Polizeikräfte, eine zivile Verwaltung, Gerichtbarkeit und alles, was ein Staat noch so benötigt, bis hin zu einer eigenen Währung mit Münzen aus Kunststoff! &nbsp;</p>



<p>Die Republik Moldau zählt mit jährlich 10&nbsp;000 ausländischen Touristen zu den exotischsten Reisezielen in Europa. Besucher, die auch weiter nach Transnistrien reisen, werden zwar von Jahr zu Jahr mehr, doch letztlich reden wir über wenige tausend Abenteurer.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Meine letzte Reise nach Transnistrien/Pridnestrowien startete in der Hauptstadt der Republik Moldau Chişinău und endete in der ukrainischen Metropole Odessa. Im Vorfeld hatte ich in Deutschland einen deutschsprachigen Guide für den Tag mitsamt einem Kleinbus und Fahrer organisiert. Wie abgesprochen, wurden wir im Morgengrauen aus unserem Hotel abgeholt und es ging direkt in eine recht unbekannte Ecke Europas. Nach einer knappen Stunde Fahrzeit waren wir auch schon am Checkpoint Pridnestrowiens. Wir erhielten ein Einreisevisa bzw. eine Migrationskarte und schon konnten wir in das Land, das von sonst keinem anderen regulären Land anerkannt ist, einreisen. Doch halt, irgendwas fehlt? Richtig. Eigentlich passiert man beim Übertritt von einem Land in ein anderes auch einen zweiten Checkpoint. Da die Republik Moldau den abtrünnigen Landesteil nicht anerkennt, sind wir offiziell nicht ausgereist, sondern aktuell nur eingereist. Das wird uns später noch einmal Kopfzerbrechen bereiten. Doch erst mal lenken uns die Eindrücke ab! Wir erreichen die Stadt Bender und besuchen einen Gedenkfriedhof, die imposante Festung, eine verrückte, teils verlassen scheinende Werft und fühlen uns in der Mittagspause im Bistro des dortigen Busterminals zurück in die Zeit der Sowjetunion versetzt. Nein, nicht wegen der Menschen, sondern da sich die Einrichter des kleinen Restaurants den Spaß machten, allein durch die Dekoration an die Zeit zu erinnern. Schon jetzt wird uns klar: überhaupt nicht touristenfeindlich und Fotomotive ohne Ende! Wir freuen uns, dass wir uns für zwei Nächte in Pridnestrowien entschieden haben. Wir sehen schon die Fragezeichen in den Augen unserer Bekannten in Deutschland, wenn wir Nachrichten in die Heimat senden: viele Grüße aus Pridnestrowien. Bitte woher?</p>



<p>Die Hauptstadt Tiraspol ist ganz anders, als wir sie uns vorgestellt hatten. Moderner und ansehnlicher als Chişinău, aber auch gespickt mit jeder Menge Propaganda. Eine Lenin-Statue hier, die Tafeln mit den Porträts der besten (Verwaltungs-)Mitarbeiter dort. Wir erhielten in den kommenden Stunden eine Kurzführung entlang aller wichtigen Bauten. Wir wussten, dass wir am kommenden Tag noch ausreichend Zeit haben werden. Der Guide und der Fahrer wurden herzlich verabschiedet und nach dem Bezug des Hotels ging es auch schon los mit dem eigenen Abenteuer durch Transnistrien. Wir hatten Denis dabei. Er lebte einige Jahre in Tiraspol und so fühlten wir uns sicher und gewappnet für den zweiten vollen Tag. Es war November 2019 und die Temperaturen waren eher frühlingshaft als herbstlich. Perfekte Ausgangsbedingungen für eine Erkundung der Stadt.</p>



<p>Die lokale Währung erhielten wir ganz einfach an einem der zahlreichen Automaten. Die bauliche Ausführung der Cash-/ATM-Automaten ist hier ganz besonders: Ein Sichtschutz in der Form eines Bügels schützt vor neugierigen Blicken. Die Bestellungen im abendlichen Restaurant stellten auch keine Probleme dar. Wir konnten uns entgegen den Erwartungen ganz entspannt in der Stadt bewegen. Ein Fotowalk von Monument zu Monument stellte auch nachts überhaupt keine Probleme dar. Am Abend erfuhren wir durch Zufall, dass man ganz in der Nähe eine Kaviarfabrik besuchen könne. Mit Kaviar hatten wir alle nichts im Sinn, doch ein Besuch wurde uns stark empfohlen. Denis telefonierte am frühen Morgen und schon war ein Termin organisiert. Doch erst mal hieß es: auf zu den Spuren der Jugend von Denis. Mit einem öffentlichen Bus ging es stadtauswärts: zu einer Satellitenstadt mit genormten Wohnbauten. Hier wuchs er auf, erzählte er stolz. Als Denis kurz im Hausaufgang verschwand, kamen zwei ältere Damen auf uns zu. Wo wir denn herkämen, fragten sie. »Aus Deutschland.« Wir versuchten allesamt unsere wenigen Russischkenntnisse auszukramen. »меня зовут Мартин. Я живу в Берлине.« Jetzt wurde mir schlagartig klar, warum wir damals in der Schulzeit etwa zehn russische Sätze zur Vorstellung auswendig lernen mussten. Sie könne auch Deutsch, sagte eine der beiden älteren Damen. »Hände hoch«, sagte sie und riss ihre beiden Arme nach oben und lachte dabei. Wir waren irritiert. Doch sie wiederholte nun mehrfach: »Hände hoch« und lächelte uns dabei an. Wir wurden schnell zu einer Art »Attraktion« im Innenhof der Plattenbauten. Wir waren vermutlich die ersten Touristen aus Deutschland, die sich hierher verirrten. Wir sollten weitere Damen, die etwas abseits standen, kennenlernen, doch Denis kam und gab uns ein Zeichen weiterzuziehen. Er wolle uns noch die Schule zeigen. Gesagt, getan. An der Schule angekommen, ging er schnurstracks ins Gebäude, wir sollten warten. Wenige Augenblicke später kam er mit zwei Schülerinnen heraus. Wir könnten die Schule nun geführt besichtigen. Und so spazierten wir inmitten des Schulalltags durch die Grundschule seiner Jugend. Ein spannendes Erlebnis!&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Erst mal einen Kaffee und eine kurze Pause, dachten wir bei uns. Ein gemütliches Café war auch schnell gefunden. Eigentlich hätten sie noch geschlossen, aber man mache gern eine Ausnahme für uns. Wie freundlich, dachten wir allesamt. Nach einigen Minuten gesellte sich an die eingedeckte Nachbartafel eine Damenrunde, in der eine von ihnen ihren runden Geburtstag feierte. Und Schwupps hatten wir als nette Geste jeder einen Cognac vor uns stehen. Cognac stellt so was wie das Nationalgetränk in Pridnestrowien dar. Die Brennerei KVINT genießt europaweit einen erstklassigen Ruf. Die Jungs richteten sich auf einen längeren Aufenthalt ein, doch mahnend erinnerte ich: »Ihr denkt noch an die Kaviarfarm?« Eine spannende Fotosession statt Cognac mit einer Damenrunde, wenn das nicht die Prioritäten klarstellt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />.</p>



<p>Das Taxi fuhr uns direkt zur Fabrik »Aquatir«. Aus Gründen der Hygiene erhielten wir jeweils einen weißen Kittel und Schuhüberzieher. Und schon tauchten wir im wahrsten Sinne des Wortes in die Aufzucht verschiedener Fischarten ein, die nur zur Gewinnung von Kaviar gehalten werden. Fische der Arten Stör, Beluga oder Sterlet zogen in großen rundlichen Becken ihre Bahnen. Zehntausende Fische! Der Kaviar wird vom lebenden Fisch »geerntet«. Er darf im Anschluss weiterleben, um so erneut Kaviar zu produzieren. Bis zu 5 Tonnen schwarzer Kaviar werden so gewonnen. Ein spannendes Prozedere. Zum Ende der Tour fand gerade eine »Ernte« statt. So was hatten wir alle noch nie gesehen, da waren die Damen und der Cognac schnell vergessen. Die Produkte seien für den russischen und europäischen Markt und auch die gesamte Technik stamme aus der EU, erzählte uns unser Guide ganz stolz.</p>



<p>Für das Abendessen fanden wir versteckt in einer Seitenstraße ein empfehlenswertes Restaurant, das wir alle spontan zum Lieblingsrestaurant der Stadt erklärten. Am nächsten Morgen endete unsere abenteuerliche Reise durch Pridnestrowien auch schon. Wir hatten uns im Vorfeld Fahrkarten für den Zug von Tiraspol nach Odessa besorgt. Dort sollte unsere Exkursion dann durch die Ukraine weitergehen.</p>



<p>Bereits am Bahnhof wurden unsere Fahrkarten kontrolliert und die Migrationskarten/Einreisebescheinigungen abgenommen. Wir dürften nun ausreisen. Na gut, dachten wir, einen Stempel im Pass für die Ausreise aus der Republik Moldau erhalten wir dann wohl an der eigentlichen, moldauisch-ukrainischen Landesgrenze. Doch weit gefehlt. Dort kontrollierten uns nur ukrainische Grenzschutzbeamte. Eine Schnellrecherche ergab, dass wir die Republik Moldau nun widerrechtlich verlassen hätten. Doch E-Mails sowohl an die Agentur, die uns den Guide und den Fahrer organisiert hatte, als auch an die Botschaft selbst ergaben, dass dies durch eine Ausreise durch den »abtrünnigen Landesteil« leider regelmäßig vorkomme und »eigentlich« keine Probleme bei der nächsten Einreise verschaffen sollte. Eigentlich? Nun ja, ich bin gespannt und werde dann vermutlich 2022 gleich hier dazu wieder berichten. Es blieben trotzdem drei spannende und außergewöhnliche Tage in einem Land, das eigentlich gar nicht existieren dürfte, die viele Vorurteile ausgeräumt haben.</p>



<p><strong>Wie zu erreichen?</strong></p>



<p>Tiraspol kann prima ab/an Chişinău im Rahmen einer Tagesexkursion besichtigt werden. Gern vermitteln wir dazu einen Guide und Fahrer. So ihr Tiraspol allein erkunden wollt, empfiehlt sich die Anreise mit dem Zug aus Chişinău. Achtung: Die Tickets müssen im Vorfeld besorgt werden! In der Saison verkehrt der Zug täglich (in Richtung Odessa). Vor Ort kann man sich sehr günstig mit dem Bus bewegen oder man nimmt sich ein Taxi (z.&nbsp;B. Yandex-Taxi App).</p>



<p>Auf Wunsch organisiert das Team um Martin Kaule Tages- und Mehrtagesreisen nach Tiraspol und/oder Bender beziehungsweise zu weiteren Städten in Pridnestrowien. Die Reisen starten und enden in der Regel in Chişinău (oder Odessa).</p>



<p><a href="http://www.martin-kaule.de">www.martin-kaule-reisen.de</a> > Reiseprogramm</p>



<p><strong>Wo übernachten?</strong></p>



<p>Bei unseren Reisen haben wir stets im »Hotel Russia« inmitten Tiraspols übernachtet. Daneben gibt es auf dem Areal der inzwischen in Teilen sanierten Festung Bender das moderne Hotel-Restaurant »Alte Bastion«. Ein weiteres ansprechendes Hotel befand sich bei unserer Reise noch im Bau.</p>



<p><strong>Wo essen?</strong></p>



<p>Im Hotel auch das Abendessen genießen kann jeder, entlang der Hauptstraße in Tiraspol laden aber zahlreiche Hotels mit größtenteils europäischen Gerichten auf der Karte zum Essen ein. Einen Geheimtipp stellt in meinen Augen das Restaurant »Kumanek« dar.</p>



<p><strong>Wie bezahlen?</strong></p>



<p>In Transnistrien gibt es wie in jeder anderen Region Wechselstuben. Mit Dollars, Euro oder russischen Rubeln als Ausgangswährung solltet ihr auch eine begehrte Währung zum Wechseln in der Tasche haben. Daneben kann man an Automaten auch mit der Kreditkarte lokales Geld abheben.</p>



<p>Tipp: Auch wenn ihr euch am Automaten Geld besorgt, geht trotzdem in eine Wechselstube, um gegen einen überschaubaren Beitrag Münzen aus Plastik zu erwerben. Ein spannendes Mitbringsel.</p>



<p><strong>Fotografierverbot?</strong></p>



<p>Ich wurde nach den Reisen oft gefragt, ob das Fotografierverbot von strategisch wichtigen Einrichtungen wie Checkpoints, Brücken oder Kasernen wirklich ernst genommen wird. Die Antwort ist klar: ja, und wenn ihr kein Aufsehen erregen oder Fragen von der Polizei oder von Armeeangehörigen beantworten wollt, lasst es einfach.</p>
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		<title>Reisebericht: Tschernobyl</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 15:09:53 +0000</pubDate>
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<p>Die innere Unruhe steigerte sich von Stunde zu Stunde – gestern noch zu Hause und heute bereits im Hotel inmitten der Kiewer Innenstadt. Mein bester Freund wünschte mir vor wenigen Stunden noch eine gute Reise und rief mir im Gehen hinterher: „Du bist doch verrückt!“ Die Anreise nach Kiew verlief problemlos. Ich hatte das Komplettpaket mit einer Abholung am Airport Boryspol gebucht und wurde im Empfangsbereich des Flughafens bereits von einem Fahrer eines privaten Taxiunternehmens mit meinem Namensschild in der Hand erwartet. Ohne große Umschweife fuhr er mich direkt zum Hotel. Nach der Nennung meines Namens an der Rezeption erhielt ich auch schon die Zimmerschlüssel und fiel sofort ins Bett. Nach einer großen Mütze voll Schlaf packte ich nur das Nötigste zusammen: wetterfeste Kleidung, einen Regenschirm und natürlich das Wichtigste – meine Kamera. Allem Anschein nach war uns das Wetter wohlgesinnt und es stand uns ein freundlicher Tag bevor. Ich hielt kurz inne: Sollte ich den Schritt durch die Tür wagen und in eine Region reisen, die noch für viele Jahrzehnte aufgrund ihrer hohen radioaktiven Belastung nicht besiedelt werden darf? Doch die Neugierde obsiegte und die Tür fiel hinter mir ins Schloss.</p>

<p>[Bildcollage Airport/Flug/Anreise]</p>

<p>[Bildcollage Kiew]</p>

<p>Im Morgengrauen trafen wir den Guide in der Hotellobby. Ein junger Mann Anfang 30, schätze ich. Sein Englisch ist perfekt und routiniert. Es war erst 07:30 Uhr, glücklicherweise konnte im Hotel noch schnell gefrühstückt werden. Der Kaffee war, naja, sagen wir „trinkbar“. Nach einem kurzen Kennenlernen des Guides wurden die Personalien kontrolliert und schon konnte es losgehen. Unsere Gruppe bestand aus acht Personen. Eine ideale Größe, wenn ich mir die anderen Busse vor dem Hotel ansah, deren Beklebung unverkennbar zeigte, wohin auch deren Tagesausflug führen würde. Die Stimmung im Bus war gelöst, die anderen Teilnehmer*innen stammten aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Alle einte der große Wunsch, einmal die gesperrte Zone um Tschernobyl zu besichtigen. Die Reise begann …</p>

<p>[Blick aus dem Hotelfenster]</p>

<p>[Zeitraffer]</p>

<p>Nach rund 20 Minuten legten wir an einer modernen und gut ausgestatteten Tankstelle einen Stopp ein. Hier trafen sich mehrere Kleinbusse mit weiteren Abenteurern. Die Guides grüßten sich und tauschten die letzten Infos aus. Wir konnten uns hier noch mit Snacks und Getränken für die anstehenden Stunden eindecken. Nach etwa 15 Minuten ging es dann auch für uns weiter. Die knapp zweistündige Fahrt wurde uns durch einen Videobeitrag über die Tschernobyl-Katastrophe verkürzt. Irgendwann schauten sich alle Teilnehmer*innen fragend an: Und da fahren wir jetzt wirklich hin? Doch es gab kein Zurück mehr und die erneuten Zweifel verflogen ebenso schnell, wie sie gekommen waren. In der Ferne sah man nun auch schon eine Straßensperre, an der bereits die ersten Busse warteten und zahlreiche Menschen draußen herumwuselten. Wir bekamen die Info, dass nun noch mal alle Papiere vom Sicherheitspersonal kontrolliert werden mussten. Die kurze Wartezeit konnte man sich bequem in zwei Souvenirverkaufscontainern vertreiben. Nach einigen Minuten erhielten wir dann einen Passierschein sowie ein einfaches Dosimeter, das von nun an ständig mit uns zu führen war. Nach der Fahrt durch die sich öffnende Schranke folgte ein weiterer kurzer Stopp, um bei Bedarf noch einmal die Toilette aufzusuchen. Beim Ein- und Aussteigen wurden wir darauf hingewiesen, sich auf jeden Fall das Kennzeichen seines Busses zu merken, da sich die Fahrzeuge oftmals ähnelten. Nun aber weiter!</p>

<p>[Anreise / Checkpoint]</p>

<p>Wir waren allesamt sehr neugierig und schauten gespannt aus den Fenstern, doch man sah nur Wald, grün bis zum Horizont. Eine nukleare Wüste hätte ich mir anders vorgestellt – grauer und karger und nicht so idyllisch und anscheinend fruchtbar. Nach einigen Kilometern hielten wir auf einem kleinen Parkplatz. Der Guide nahm uns mit zu den baulichen Überresten des einstigen Dorfes Zalissia. Die Häuser verfallen bereits seit mehr als 30 Jahren. Der Kontrast zwischen der sich immer weiter ausbreitenden Vegetation und dem einstigen Dorf war schon kurios anzusehen. Wir sahen ein Magazin, das Kulturhaus und einfache Holzhäuser. Alles ähnelte irgendwie sehr den verlassenen Kasernen und zivilen Wohnzonen, die ich von Fotoexkursionen zum Beispiel nach Beelitz oder Wünsdorf aus Deutschland kannte. Doch das große Memorial, welches an den Großen Vaterländischen Krieg (so die Bezeichnung in Russland und der Ukraine für den Zweiten Weltkrieg) erinnern sollte, wird noch immer gepflegt und instandgehalten. Nach einer halben Stunde kehrten wir zurück zum Fahrzeug. Es ging weiter. Wir passierten ein weiteres Memorial und wunderten uns kurz über eine Traube von Menschen am Wegesrand. Wir erfuhren vom Guide, dass hier die Überreste eines einstigen Kindergartens zu sehen waren. Er empfahl jedoch, so wir wollten, hier auf dem Rückweg einen Stopp einzulegen. Wenige Minuten später wussten wir auch warum. Unser Bus war der erste beim Ortseingangsschild der Stadt Tschernobyl. Wir hatten gerade unsere Bilder „im Kasten“, als der große Reisebus ankam und die Menschen sich darum drängelten, das beste Foto machen zu können. Ufff! Dank des Hinweises hatten wir nun einen kleinen Vorsprung. Im Zentrum der Stadt angekommen, besuchten wir ein Ensemble aus Denkmälern und eine der letzten erhaltenen Lenin-Statuen auf dem Gebiet der Ukraine. Von hier aus ging es zu einer Sammlung von Robotern und weiteren ferngesteuerten Fahrzeugen, die nach dem Super-GAU in der gesperrten Zone zum Einsatz kamen.</p>

<p>[Zalissia]</p>

<p>[Tschernobyl]</p>

<p>Nächster Stopp: Kraftwerk Tschernobyl! Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel hielten wir kurz direkt am Straßenrand. Denn von hier aus hatte man einen beeindruckenden Blick auf die unterschiedlichen Blöcke des Kraftwerks Tschernobyl. Da „nur“ Block 4 am 26. April 1986 havarierte, lieferten die Blöcke 1 bis 3 nach einer kurzen Unterbrechung weiterhin Strom für die Region. 1986 waren zwei weitere Blöcke (5 und 6) im Bau. Die weithin sichtbaren Baukräne stehen seitdem an Ort und Stelle. Der Bau eines Atomkraftwerks ist ein komplexes Unterfangen, der Betrieb nicht weniger. Fehler führen unweigerlich zur Katastrophe. Daran erinnert nun auch das Memorial in Sichtweite des Blocks 4. Wir stellten uns für ein schnelles Gruppenfoto auf. Nur ein Zaun trennte uns vom havarierten Block, der inzwischen mit der neuen 2016 fertiggestellten riesigen Schutzhülle überdeckt ist. Der auch als »New Safe Confinement« bezeichnete Überbau ist das größte bewegliche Bauwerk der Welt und überdeckt seitdem den rissigen und brüchigen alten „Sarkophag“. Ein mulmiges Gefühl machte sich wieder breit. Die großen Reisebusse folgten uns und gaben uns somit das Zeichen zur Weiterfahrt. In unserem Reisepreis war auch der Besuch einer Kantine im näheren Umfeld des Kraftwerks enthalten. Auch hier erinnerte alles an die vergangenen Zeiten. Wir konnten uns das Essen aus unterschiedlichen Speisen zusammenstellen. Etwas skurril, aber essbar.</p>

<p>[Blockansicht]</p>

<p>[Essen]</p>

<p>Gestärkt fuhren wir nun zu meinem persönlichen Highlight der Reise. Nächster Stopp: die verlassene Stadt Prypjat. Bevor wir hier einfahren durften, galt es einen weiteren Checkpoint zu passieren. Der Guide brachte kurz die Liste mit den Daten aller Teilnehmer*innen raus und schon durften wir den Schlagbaum passieren. Auch hier hatte sich die Vegetation weite Teile der Stadt zurückerobert. Bevor wir zum Riesenrad fuhren, besuchten wir den zentralen Platz mit den umliegenden Gebäuden. Durch die großen Fensterfronten konnte man hier einen unverstellten Blick in die Gebäude werfen: Einkaufswagen, Kühltruhen und eingestürzte Regale im einstigen Supermarkt. Dem gegenüber befand sich der große Kulturpalast „Energetik“ mit mehreren Sälen, einer kleinen Schwimmhalle, Freizeiträumen und einem Boxsaal sowie das Hotel „Polissya“. Wir liefen um die Gebäude herum und befanden uns direkt auf dem Freiplatz, auf dem am 1. Mai 1986 ein Rummel eröffnen sollte, doch die Havarie von Block 4 des Kraftwerks verhinderte seine Eröffnung. Das Riesenrad und weitere Fahrgeschäfte sind bildliche Ikonen, die jeder Besucher der Zone anschließend zu Hause zeigen wird. Unser Guide gab uns eine kleine Auswahl an Bauten, die wir noch ansteuern könnten, doch wir alle realisierten: Die Geisterstadt Prypjat ist riesig. Ein Besuchstag würde bei Weitem nicht ausreichen.</p>

<p>[Prypjat 2x]</p>

<p>Letzter Stopp: „Tschernobyl-2“. Nach der fast 15-minütigen Fahrt über einen holprigen Weg immer tiefer in den dichten Kiefernwald hinein verstanden wir, warum das Objekt zu einem der geheimsten Orte aus der Zeit des Kalten Krieges zählte. Ein hochmodernes Radar sollte von hier aus den Start amerikanischer Interkontinentalraketen erkennen, um so frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Ein ganzer Block des Kraftwerks lieferte dazu den benötigten elektrischen Strom. Wenn man vor den Überresten dieser imposanten Antennenanlage steht, versteht man auch, warum so viel Energie notwendig war. Neben dem militärischen Bereich gliederte sich ein eigens abgeschirmter Kasernenbereich und eine dazugehörige Wohnzone mit der vollständigen dazugehörigen Infrastruktur an. Eine Schule, ein Kindergarten sowie ein Kulturhaus befanden sich auch hier inmitten des Waldes. Doch die langsam einsetzende Dunkelheit verkündete das anstehende Ende dieser außergewöhnlichen Exkursion an. Wir huschten also in die letzten Gebäude und kehrten dann zurück zu unserem Bus.</p>

<p>[DUGA]</p>

<p>Mit gemischten Gefühlen und voller besonderer Eindrücke fuhren wir nun zurück nach Kiew. Ich beschloss: Ich komme wieder. Ein Teil meiner Neugierde konnte gestillt werden, doch nun hatte ich Lust auf mehr. Zu viele Geschichten warten hinter den Fenstern der Gebäude, die nicht besichtigt werden konnten. Ich bin gespannt, was meine Freunde zu Hause dazu sagen.</p>
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